Wie viel Eisen verliert man während der Periode?

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Regelblutungen verursachen einen Eisenverlust von durchschnittlich 2,5 bis 40 mg. Bei starker Menstruation (Hypermenorrhoe) kann dieser Wert deutlich höher liegen und erfordert gegebenenfalls eine gezielte Eisenzufuhr, um einem Mangel vorzubeugen.

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Eisenverlust während der Menstruation: Ein kritischer Blick auf die Zahlen und ihre Bedeutung

Die Menstruation, ein natürlicher Bestandteil des weiblichen Zyklus, ist untrennbar mit einem gewissen Blutverlust verbunden. Was viele jedoch nicht wissen oder unterschätzen, ist die Auswirkung dieses Blutverlustes auf den Eisenspiegel im Körper. Eisen spielt eine Schlüsselrolle bei der Sauerstoffversorgung unseres Gewebes, ist essentiell für die Bildung roter Blutkörperchen und unterstützt zahlreiche Stoffwechselprozesse. Daher ist es wichtig, den Eisenverlust während der Menstruation zu verstehen und gegebenenfalls gegenzusteuern.

Wie viel Eisen geht tatsächlich verloren?

Im Durchschnitt verliert eine Frau während ihrer Menstruation zwischen 2,5 und 40 mg Eisen. Diese Spanne ist relativ breit, da der individuelle Blutverlust von Frau zu Frau stark variiert. Faktoren wie Alter, genetische Veranlagung, hormonelle Schwankungen und die Verwendung von bestimmten Verhütungsmitteln können den Blutfluss und somit auch den Eisenverlust beeinflussen.

Hypermenorrhoe: Wenn die Regel zur Belastung wird

Besonders kritisch wird es bei Frauen, die unter Hypermenorrhoe leiden – einer starken und/oder verlängerten Menstruationsblutung. Bei dieser Form der Menstruationsstörung kann der Eisenverlust deutlich höher ausfallen und die genannten 40 mg überschreiten. Dies kann zu einem chronischen Eisenmangel führen, der sich in Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, blasser Haut, brüchigen Nägeln und Haarausfall äußert.

Die Konsequenzen von Eisenmangel

Ein langfristiger Eisenmangel kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Neben den bereits erwähnten Symptomen kann er auch das Immunsystem schwächen, die körperliche Leistungsfähigkeit reduzieren und sogar zu einer Eisenmangelanämie führen. Diese Anämie, gekennzeichnet durch einen Mangel an roten Blutkörperchen, kann im schlimmsten Fall Organe schädigen und die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen, insbesondere bei jungen Mädchen und Frauen im gebärfähigen Alter.

Was tun bei starker Menstruation und Verdacht auf Eisenmangel?

Bei starker Menstruation oder dem Verdacht auf Eisenmangel ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann durch eine Blutuntersuchung den Eisenspiegel bestimmen und eine entsprechende Behandlung empfehlen.

Möglichkeiten der Eisenzufuhr:

  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung, reich an eisenhaltigen Lebensmitteln wie rotem Fleisch, Hülsenfrüchten, grünem Blattgemüse und Vollkornprodukten, ist essenziell. Die Aufnahme von Eisen kann durch die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C verbessert werden.
  • Eisensupplemente: In Absprache mit dem Arzt können Eisensupplemente eingenommen werden, um den Eisenspeicher wieder aufzufüllen. Es ist wichtig, die Dosierung und Einnahmehinweise des Arztes genau zu befolgen, da eine Überdosierung von Eisen schädlich sein kann.
  • Behandlung der Hypermenorrhoe: Bei Hypermenorrhoe kann die Ursache der starken Blutung behandelt werden, beispielsweise durch hormonelle Therapien oder operative Eingriffe.

Fazit:

Der Eisenverlust während der Menstruation ist ein wichtiger Aspekt der Frauengesundheit, der oft unterschätzt wird. Insbesondere Frauen mit starker Menstruation sollten ihren Eisenspiegel im Auge behalten und bei Bedarf Maßnahmen zur Eisenzufuhr ergreifen. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung von Eisenmangel kann langfristige gesundheitliche Probleme verhindern und die Lebensqualität deutlich verbessern. Achten Sie auf Ihren Körper und suchen Sie bei Verdacht auf Eisenmangel professionelle Hilfe.