Was macht man mit Himalayasalz?

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Himalaya-Salz, anders als jodiertes Speisesalz, dient nicht der Jodversorgung. Stattdessen wird es in manchen Ratgebern als morgendliche Sole empfohlen. Das Trinken von in Wasser gelöstem Himalaya-Salz soll den Säure-Basen-Haushalt des Körpers auf natürliche Weise unterstützen und ausgleichen. Ob dies tatsächlich zutrifft, ist jedoch wissenschaftlich umstritten.

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Himalaya-Salz: Mehr als nur ein Hingucker in der Küche?

Himalaya-Salz erfreut sich wachsender Beliebtheit. Seine rosafarbene Farbe und der vermeintlich reine, natürliche Ursprung locken viele Konsumenten an. Doch was kann man mit diesem Salz tatsächlich anfangen, und welche gesundheitsfördernden Eigenschaften werden ihm zugeschrieben – berechtigt oder nicht?

Im Gegensatz zu herkömmlichem, jodiertem Speisesalz, das gezielt mit Jod angereichert wird um Jodmangel vorzubeugen, spielt die Jodversorgung beim Himalaya-Salz keine Rolle. Seine Hauptanwendung findet sich daher in der Küche, wo es – aufgrund seines mineralstoffreichen Inhalts und seines mild-salzigen Geschmacks – als Alternative zu herkömmlichem Tafelsalz eingesetzt wird. Der leicht süßliche Beigeschmack verleiht Speisen eine besondere Note. Es eignet sich zum Würzen von Speisen aller Art, von Suppen und Eintöpfen bis hin zu Fleischgerichten und Salaten. Auch zum Marinieren von Fleisch oder Gemüse kann es verwendet werden.

Darüber hinaus wird Himalaya-Salz in der Wellness-Szene häufig angepriesen. Besonders populär ist die Zubereitung von sogenannter Sole, also einer gesättigten Salzlösung aus Himalaya-Salz und Wasser. Diese Sole wird morgens auf nüchternen Magen getrunken und soll den Säure-Basen-Haushalt regulieren und den Körper entgiften. Der Verzehr von Sole ist jedoch umstritten und wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Während einige Anwender positive Effekte auf die Verdauung und das allgemeine Wohlbefinden berichten, gibt es keine fundierten Studien, die diese Behauptungen bestätigen. Ein Überschuss an Natrium kann im Gegenteil sogar gesundheitsschädlich sein und zu Bluthochdruck beitragen. Der Konsum von Sole sollte daher mit Vorsicht genossen und im Zweifelsfall mit einem Arzt abgesprochen werden.

Neben dem Trinken von Sole findet Himalaya-Salz auch Anwendung in anderen Bereichen:

  • Badezusatz: Ein Bad mit Himalaya-Salz kann entspannend wirken und die Haut pflegen. Die enthaltenen Mineralien sollen die Haut regenerieren und beruhigen.

  • Inhalationslösung: Ähnlich wie beim Badezusatz kann Himalaya-Salz auch zur Inhalation verwendet werden, wobei die Wirkung auf die Atemwege jedoch wissenschaftlich ebenfalls nicht eindeutig belegt ist.

  • Zahnpasta-Zusatz: In einigen selbstgemachten Zahnpasten wird Himalaya-Salz als abrasiver und antibakterieller Bestandteil eingesetzt. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten, da zu abrasives Putzen den Zahnschmelz schädigen kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Himalaya-Salz ist ein aromatisches und vielseitig einsetzbares Gewürz, das in der Küche eine geschmackvolle Alternative zu herkömmlichem Speisesalz darstellt. Die gesundheitsfördernden Eigenschaften, die ihm insbesondere im Zusammenhang mit Sole zugeschrieben werden, sind jedoch wissenschaftlich nicht ausreichend belegt und bedürfen weiterer Forschung. Ein maßvoller Konsum ist daher ratsam, und bei gesundheitlichen Bedenken sollte immer ein Arzt konsultiert werden. Die Nutzung von Himalaya-Salz sollte primär auf seinen geschmacklichen Vorzügen und nicht auf unbestätigten gesundheitsfördernden Wirkungen basieren.