Kann man ein Blatt 10 mal falten?

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Die scheinbar einfache Handlung des Papierfaltens offenbart faszinierende Grenzen. Theoretisch unendlich wiederholbar, stößt die Praxis an physikalische Beschränkungen. Die exponentiell wachsende Dicke des Papierstapels macht nach sieben Faltungen Schluss – trotz aller mathematischen Möglichkeiten.
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Kann man ein Papier 10 Mal falten?

Das Falten von Papier scheint auf den ersten Blick eine einfache Tätigkeit zu sein. Es ist jedoch eine Aufgabe, die interessante Grenzen aufzeigt.

Theoretisch kann Papier unendlich oft gefaltet werden. In der Praxis stößt diese Annahme jedoch an physikalische Grenzen.

Die Dicke des gefalteten Papierstapels nimmt mit jeder Faltung exponentiell zu. Dies liegt daran, dass mit jeder Faltung zwei Lagen Papier aufeinanderliegen. Nach sieben Faltungen erreicht die Dicke des Stapels bereits mehrere Zentimeter.

Eine achte Faltung ist somit aufgrund der Dicke des Papiers nicht mehr möglich. Die gefaltete Kante wird zu dick, um sie weiter zu biegen.

Diese physikalische Beschränkung steht im Widerspruch zu den mathematischen Möglichkeiten. Die Origami-Formel von Erik Demaine und Martin Demaine besagt, dass ein Blatt Papier beliebig viele Male gefaltet werden kann, solange die Dicke des Papiers unendlich klein ist.

In der Realität ist es jedoch unmöglich, Papier mit unendlich geringer Dicke herzustellen. Daher stößt das Papierfalten in der Praxis an physikalische Grenzen.

Diese Grenzen verdeutlichen die faszinierende Spannung zwischen Theorie und Praxis. Obwohl eine unbegrenzte Anzahl von Faltungen mathematisch möglich ist, bleibt die praktische Anzahl auf sieben begrenzt.