Was tun bei kalten Wänden?

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Kälte abwehren: Dicke Vorhänge vor Fenstern und Türen bieten effektiven Kälteschutz, besonders abends geschlossen. Auch Bücherregale oder ein dekorativer Wandbehang wirken isolierend und schaffen ein gemütlicheres Raumklima.

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Kalte Wände ade: So schaffen Sie ein wohlig-warmes Zuhause

Kalte Wände sind nicht nur unangenehm, sondern auch ein Indiz für Wärmeverluste und steigende Heizkosten. Das Gefühl, an den Wänden zu frieren, ist weit verbreitet, besonders in älteren Gebäuden. Doch Abhilfe ist möglich, ohne gleich die gesamte Wanddämmung erneuern zu müssen. Dieser Artikel zeigt Ihnen einfache und effektive Maßnahmen, um kalte Wände zu bekämpfen und ein angenehmes Raumklima zu schaffen.

Die Ursachenforschung: Warum sind meine Wände kalt?

Bevor wir uns den Lösungsansätzen widmen, ist es wichtig, die Ursache der Kälte zu identifizieren. Sind nur einzelne Wände betroffen oder ist das Problem im gesamten Raum spürbar? Mögliche Gründe sind:

  • Mangelnde Dämmung: Alte Häuser verfügen oft über unzureichende Wärmedämmung. Wände aus dünnem Mauerwerk verlieren besonders viel Wärme.
  • Wärmebrücken: Stellen, an denen die Wärmedämmung unterbrochen ist, wie z.B. an Fenstern, Türen oder Fugen, bilden Wärmebrücken. Hier entweicht die Wärme besonders schnell.
  • Undichte Fenster und Türen: Lücken und schlecht abgedichtete Fenster und Türen lassen kalte Luft eindringen.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit: Hohe Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit kalten Wänden kann zu Schimmelbildung führen – ein ernstzunehmendes Problem.

Effektive Maßnahmen gegen kalte Wände:

Neben einer umfassenden Sanierung, die oft aufwändig und teuer ist, gibt es viele Möglichkeiten, die Kälte an den Wänden zu reduzieren:

1. Optimierung der Raumtemperatur: Eine um ein Grad Celsius abgesenkte Raumtemperatur spart bereits deutlich Energie. Nutzen Sie die natürliche Sonneneinstrahlung tagsüber, indem Sie Vorhänge und Rollos öffnen.

2. Verbesserte Wärmedämmung von Fenstern und Türen: Dichten Sie Fenster und Türen mit Dichtungsstreifen ab. Investieren Sie gegebenenfalls in neue, energiesparende Fenster.

3. Kreative Raumgestaltung:

  • Vorhänge und Textilien: Dichte, wärmedämmende Vorhänge, insbesondere vor Fenstern und Türen, leisten einen überraschend großen Beitrag zur Wärmeisolierung. Auch Teppiche und Decken wirken isolierend.
  • Regale und Möbel: Bücherregale oder Schränke vor kalten Außenwänden können als zusätzliche Wärmedämmung dienen. Die Möbel speichern die Wärme und geben sie langsam wieder ab.
  • Wandbehänge: Dekorative Wandbehänge aus Stoff oder Filz können ebenfalls eine dünne, aber spürbare Isolierschicht bilden und das Raumklima verbessern.

4. Heizkörper richtig platzieren: Stellen Sie sicher, dass die Heizkörper nicht durch Möbel verdeckt werden. Die Wärme kann sich so optimal im Raum verteilen. Verwenden Sie gegebenenfalls Heizkörperverkleidungen mit integrierter Wärmerückführung.

5. Luftfeuchtigkeit regulieren: Achten Sie auf eine angemessene Luftfeuchtigkeit. Lüftungsmaßnahmen sollten regelmäßig durchgeführt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Ein Luftentfeuchter kann hilfreich sein, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist.

6. Professionelle Hilfe: Bei hartnäckigen Problemen oder wenn Sie unsicher sind, sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen. Dieser kann die Ursachen für die kalten Wände genau bestimmen und geeignete Sanierungsmaßnahmen empfehlen.

Fazit: Kalte Wände müssen kein unabänderlicher Zustand sein. Mit einer Kombination aus den beschriebenen Maßnahmen lassen sich die Wärmeverluste deutlich reduzieren und ein angenehmes und wohliges Raumklima schaffen, ohne gleich aufwändige Sanierungsarbeiten durchführen zu müssen. Beginnen Sie mit den einfachsten Maßnahmen und steigern Sie den Aufwand je nach Bedarf.