Wie groß dürfen Behälter im Handgepäck sein?
Für die Reise mit dem Flugzeug gilt: Flüssigkeiten dürfen nur in Einzelbehältnissen von maximal 100 ml mitgeführt werden. Diese müssen in einem transparenten, wiederverschließbaren 1-Liter-Beutel verstaut sein. Pro Person ist lediglich ein solcher Beutel erlaubt, um die Sicherheitsbestimmungen zu gewährleisten.
Die 100ml-Regel im Handgepäck: Flüssigkeiten sicher durch die Sicherheitskontrolle bringen
Wer mit dem Flugzeug verreist, kennt sie: die gefürchtete 100ml-Regel. Sie betrifft alle Reisenden, die Flüssigkeiten im Handgepäck transportieren möchten und sorgt oft für Verwirrung und Frustration. Dieser Artikel soll Klarheit schaffen und Ihnen helfen, die Bestimmungen korrekt zu befolgen, um stressfrei durch die Sicherheitskontrolle zu gelangen.
Die Kern der Regel: Was genau bedeutet die 100ml-Beschränkung?
Die 100ml-Regel besagt, dass Flüssigkeiten, Aerosole, Gele, Cremes und Pasten im Handgepäck nur in Einzelbehältnissen mit einem Fassungsvermögen von maximal 100 Millilitern (oder 100 Gramm) erlaubt sind. Entscheidend ist hierbei die aufgedruckte Füllmenge auf dem Behälter selbst, nicht die tatsächlich enthaltene Menge. Ein halbvoller 200ml-Behälter wird also konfisziert, auch wenn sich nur 50ml Flüssigkeit darin befinden.
Der 1-Liter-Beutel: Alle Einzelbehältnisse vereint
Doch damit nicht genug: Die einzelnen 100ml-Behältnisse müssen zusätzlich in einem transparenten, wiederverschließbaren Plastikbeutel mit einem maximalen Fassungsvermögen von einem Liter verstaut werden. Dieser Beutel, oft auch als “Zip-Lock-Beutel” bezeichnet, muss wiederverschließbar sein, um den Sicherheitsbeamten eine einfache und schnelle Inspektion zu ermöglichen.
Warum diese Regelung? Sicherheit geht vor!
Die 100ml-Regel wurde nach dem Aufdecken von Terrorplänen im Jahr 2006 eingeführt, bei denen flüssige Sprengstoffe verwendet werden sollten. Die Beschränkung auf kleine Mengen soll verhindern, dass größere Mengen potenziell gefährlicher Substanzen an Bord eines Flugzeugs gelangen.
Ausnahmen von der Regel: Was darf mehr als 100ml?
Es gibt einige Ausnahmen von der 100ml-Regel:
- Babynahrung und Babymilch: Für Babys und Kleinkinder dürfen die benötigten Mengen an Babynahrung und Babymilch mitgeführt werden. Hier ist es ratsam, eine ärztliche Bescheinigung oder den Nachweis des Babys mitzuführen.
- Medikamente: Notwendige Medikamente (sowohl flüssige als auch feste) dürfen in ausreichender Menge für die Dauer der Reise mitgeführt werden. Auch hier ist es empfehlenswert, ein ärztliches Attest vorzulegen, besonders bei größeren Mengen.
- Duty-Free-Einkäufe: Flüssigkeiten, die nach der Sicherheitskontrolle im Duty-Free-Bereich erworben wurden, dürfen in der Regel mitgenommen werden, sofern sie in einem versiegelten Sicherheitsbeutel (Security Tamper-Evident Bag, STEB) verpackt sind. Achten Sie darauf, den Beutel während der Reise nicht zu öffnen.
Praktische Tipps für die Handgepäck-Vorbereitung:
- Planen Sie im Voraus: Überlegen Sie sich genau, welche Flüssigkeiten Sie wirklich im Handgepäck benötigen.
- Reiseflaschen-Sets: Investieren Sie in ein Set mit wiederverwendbaren Reiseflaschen in der richtigen Größe.
- Klarsichtbeutel bereithalten: Kaufen Sie rechtzeitig den passenden 1-Liter-Klarsichtbeutel (gibt es in Drogerien und Supermärkten).
- Medikamente und Babynahrung separat verpacken: Halten Sie diese bereit für die Vorlage bei der Sicherheitskontrolle.
- Informationen einholen: Informieren Sie sich vor der Reise über die spezifischen Bestimmungen der Fluggesellschaft und des Flughafens.
Fazit: Gut vorbereitet ist halb gewonnen!
Die 100ml-Regel mag lästig erscheinen, dient aber der Sicherheit aller Passagiere. Mit sorgfältiger Planung und der Beachtung der hier aufgeführten Tipps können Sie die Sicherheitskontrolle stressfrei passieren und Ihre Reise entspannt beginnen. Vergessen Sie nicht: Im Zweifelsfall ist es immer besser, Flüssigkeiten im Aufgabegepäck zu verstauen. Gute Reise!
#Handgepäck#Koffergröße#ReisegrößeKommentar zur Antwort:
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