Wie bekommt man Ohrendruck schnell weg?
Plötzlicher Ohrendruck? Ein weit geöffneter Mund, gefolgt von Kieferbewegungen, löst oft ein befreiendes Knacken. Schlucken oder Kauen unterstützt diesen Effekt. Gähnen – echt oder simuliert – bietet schnelle und wirksame Linderung.
Ohrendruck ade: Schnelle Hilfe bei Druckgefühl im Ohr
Plötzlich ein unangenehmes Druckgefühl im Ohr? Das kennen viele, sei es nach dem Fliegen, Tauchen, beim Autofahren in den Bergen oder einfach so. Dieser Ohrendruck, auch bekannt als Eustachische Röhrenverlegung, kann sehr unangenehm sein und sogar zu Schmerzen führen. Doch schnelle Hilfe ist oft einfacher zu finden, als man denkt. Bevor wir zu spezifischen Maßnahmen kommen, ist es wichtig zu betonen, dass anhaltender oder intensiver Ohrendruck ärztlich abgeklärt werden sollte. Dies gilt besonders bei Begleiterscheinungen wie Schwindel, Fieber oder starkem Ohrenschmerz.
Die bewährten Hausmittel:
Der Körper verfügt über natürliche Mechanismen, um den Druckausgleich im Mittelohr zu gewährleisten. Diese Mechanismen lassen sich gezielt unterstützen:
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Kieferbewegungen und Schlucken: Die bewusste Anspannung und Entspannung der Kiefermuskulatur, gepaart mit wiederholtem Schlucken, ist oft die effektivste Soforthilfe. Ein weit geöffneter Mund, kombiniert mit Kaubewegungen (z.B. Kaugummi kauen), verstärkt diesen Effekt. Die Bewegungen stimulieren die Muskeln rund um die Eustachische Röhre und erleichtern das Öffnen.
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Gähnen: Ein breites, tiefes Gähnen ist ein natürlicher Druckausgleichsmechanismus. Funktioniert das spontane Gähnen nicht, kann man es auch simulieren, indem man den Mund weit öffnet und versucht, den Gaumen zu strecken.
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Valsalva-Manöver (mit Vorsicht!): Diese Technik besteht darin, bei geschlossenem Mund und Nase kräftig auszuatmen. Dies erhöht den Druck im Nasen-Rachen-Raum und kann den Druckausgleich unterstützen. Achtung: Das Valsalva-Manöver sollte vorsichtig angewendet werden, da es bei falscher Ausführung zu Schädigungen des Trommelfells führen kann. Bei bestehenden Ohrenproblemen sollte man es ganz vermeiden.
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Polster-Methode: Setzen Sie sich aufrecht hin und drücken Sie mit der Handfläche sanft auf die Wangen. Beugen Sie dann den Kopf nach unten und versuchen Sie, mit der Luft durch die Nase auszuatmen. Diese Methode kann den Druck ebenfalls ausgleichen.
Wann zum Arzt?
Obwohl die oben genannten Methoden in vielen Fällen schnell Linderung verschaffen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn der Ohrendruck:
- Anhaltend stark ist und nicht nachlässt.
- Von starken Schmerzen begleitet wird.
- Mit Schwindel, Fieber oder Hörminderung einhergeht.
- Nach einem Flug, Tauchgang oder anderen Ereignissen mit Druckveränderung weiterhin besteht.
Ein Arzt kann die Ursache des Ohrendrucks feststellen und eine geeignete Behandlung einleiten. Vertrauen Sie auf Ihr Gefühl und scheuen Sie sich nicht, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Sie unsicher sind.
Prävention:
In vielen Fällen lässt sich Ohrendruck vermeiden, indem man bei Flugreisen, Tauchgängen oder Fahrten in große Höhen regelmäßig schluckt, kaut oder gähnt. Eine gesunde Nasenatmung ist ebenfalls wichtig, um die Funktion der Eustachischen Röhre zu unterstützen.
Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt. Bei anhaltenden Beschwerden oder Unsicherheiten ist immer eine ärztliche Beratung notwendig.
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