Wie komme ich wieder zu Kräften nach Magen Darm?

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Sanfte Kost ist nach Magen-Darm-Beschwerden entscheidend. Reiswaffeln, zerdrückte Banane und Hühnerbrühe liefern wichtige Nährstoffe, ohne den Magen zu belasten. Langsam steigern Sie die Nahrungsaufnahme, um den Körper behutsam zu regenerieren. Salzige Knabbereien können den Flüssigkeitsverlust ausgleichen.

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Nach einem Magen-Darm-Infekt fühlen wir uns oft schwach und ausgelaugt. Der Körper hat viel Flüssigkeit und Elektrolyte verloren, und der Verdauungstrakt ist noch gereizt. Um wieder zu Kräften zu kommen, ist eine behutsame Vorgehensweise entscheidend. Schnell wieder zur gewohnten Ernährung zurückzukehren, kann zu einem Rückfall führen und die Genesung verzögern. Dieser Artikel gibt Ihnen Tipps, wie Sie Ihren Körper nach einem Magen-Darm-Infekt schonend wieder aufbauen.

Phase 1: Schonkost für den empfindlichen Magen

In den ersten Tagen nach Abklingen der akuten Symptome ist Schonkost das A und O. Verzichten Sie auf fettige, süße, stark gewürzte und blähende Speisen. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf leicht verdauliche Lebensmittel, die den Magen-Darm-Trakt nicht zusätzlich belasten:

  • Reiswaffeln, Zwieback und trockenes Toastbrot: Liefern leicht verfügbare Kohlenhydrate und beruhigen den Magen.
  • Zerdrückte Banane: Reich an Kalium, einem wichtigen Elektrolyt, der durch Durchfall verloren geht.
  • Gekochte Karotten und Kartoffeln: Gut verträglich und liefern wichtige Nährstoffe.
  • Apfelmus: Wirkt stopfend und liefert Pektin, das die Darmflora unterstützt.
  • Hühnerbrühe: Liefert Flüssigkeit und Elektrolyte. Verzichten Sie auf Fertigprodukte mit Geschmacksverstärkern.
  • Haferschleim: Beruhigt den Magen und liefert Ballaststoffe, die den Darm sanft wieder in Schwung bringen.

Phase 2: Langsame Steigerung der Nahrungsmenge

Wenn die Beschwerden nachlassen, können Sie die Nahrungsmenge langsam steigern und die Auswahl erweitern. Achten Sie dabei weiterhin auf leicht verdauliche Lebensmittel:

  • Magere Geflügel- oder Fischgerichte: Liefern wertvolles Eiweiß für den Wiederaufbau.
  • Nudeln und Reis: Leicht verdauliche Kohlenhydratquellen.
  • Gemüse, gedünstet oder gekocht: Brokkoli, Blumenkohl und Zucchini sind gut verträglich.
  • Magerquark und Joghurt: Liefern Kalzium und Probiotika, die die Darmflora unterstützen. Verzichten Sie zunächst auf stark gesüßte Produkte.

Flüssigkeitszufuhr ist essentiell

Während des gesamten Genesungsprozesses ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Verlorene Flüssigkeit und Elektrolyte müssen ersetzt werden. Geeignete Getränke sind:

  • Stilles Wasser: Die beste Wahl.
  • Ungesüßter Kräutertee: Fenchel, Kamille und Pfefferminze wirken beruhigend auf den Magen.
  • Elektrolytlösungen: Aus der Apotheke, um den Elektrolythaushalt schnell wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Salzige Knabbereien – mit Bedacht

Salzige Knabbereien können zwar helfen, den Elektrolytverlust auszugleichen, sollten aber nur in Maßen verzehrt werden, da sie den Magen reizen können. Besser sind selbstgemachte Gemüsebrühen mit etwas Salz.

Wann zum Arzt?

Bei anhaltenden Beschwerden, Fieber, blutigem Stuhl oder starken Bauchschmerzen sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Fazit:

Die Regeneration nach einem Magen-Darm-Infekt erfordert Geduld und eine bewusste Ernährung. Mit einer schonenden, schrittweisen Umstellung auf feste Nahrung unterstützen Sie Ihren Körper optimal und beugen Rückfällen vor. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr und hören Sie auf Ihren Körper. So kommen Sie schnell wieder zu Kräften.