Wie schlimm ist der Druck beim fliegen?
Beim Fliegen sinkt der Luftdruck in der Kabine innerhalb weniger Minuten von 100 % auf 70 % des atmosphärischen Drucks. Dies erschwert die Sauerstoffaufnahme und führt zur Ausdehnung von Organen und Flüssigkeiten im Körper.
Der Druck in der Luft: Wie belastend ist er tatsächlich beim Fliegen?
Fliegen – für viele ein Synonym für Freiheit und Abenteuer. Doch hinter dem komfortablen Reiseerlebnis verbirgt sich ein Aspekt, der oft unterschätzt wird: der Druckabfall in der Kabine. Während des Fluges sinkt der Luftdruck auf etwa 70% des Drucks auf Meereshöhe. Diese Reduktion, die innerhalb weniger Minuten stattfindet, wirkt sich auf unseren Körper aus und löst bei manchen Passagieren Beschwerden aus. Doch wie schlimm ist dieser Druckabfall tatsächlich?
Die Aussage, der Druck sinke auf “70% des atmosphärischen Drucks”, ist vereinfacht, da es sich um den äquivalenten Druck auf Meereshöhe handelt. In der Realität entspricht der Kabinendruck in Reiseflughöhe in etwa dem Druck auf 2.400 Metern Höhe. Dieser Druckabfall ist beabsichtigt und dient der Sicherheit. Ein Druckausgleich mit dem Außendruck in der Reiseflughöhe wäre für den menschlichen Körper nicht tolerierbar.
Die Auswirkungen des reduzierten Kabinendrucks sind individuell unterschiedlich stark ausgeprägt. Während manche Passagiere keinerlei Beschwerden verspüren, leiden andere unter verschiedenen Symptomen. Häufigste Beschwerden sind:
- Kopfschmerzen: Der reduzierte Sauerstoffpartialdruck kann zu Kopfschmerzen führen, die meist nach der Landung wieder verschwinden.
- Ohrenschmerzen und Druckgefühl im Ohr: Dies entsteht durch den Druckausgleich zwischen Innen- und Mittelohr. Schlucken oder Gähnen kann den Druckausgleich unterstützen. Bei anhaltenden oder starken Schmerzen sollte ein Arzt konsultiert werden.
- Verstopfte Nase und Nebenhöhlen: Auch hier spielt der Druckausgleich eine Rolle. Eine verstopfte Nase kann den Druckausgleich erschweren und zu Beschwerden führen.
- Müdigkeit und Benommenheit: Der leicht reduzierte Sauerstoffgehalt in der Kabinenluft kann zu Müdigkeit und Benommenheit führen. Ausreichend Schlaf vor dem Flug kann hier vorbeugend wirken.
- Bauchschmerzen und Blähungen: Der reduzierte Druck kann sich auch auf den Magen-Darm-Trakt auswirken und zu Blähungen oder Bauchschmerzen führen.
Wichtig zu betonen ist, dass die Auswirkungen des Druckabfalls in der Regel mild und vorübergehend sind. Personen mit Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Erkrankungen der Ohren, Nase und des Rachens sollten jedoch vor dem Flug ihren Arzt konsultieren. Auch Schwangere sollten ihren Arzt über den bevorstehenden Flug informieren.
Präventive Maßnahmen:
- Ausreichend trinken: Ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilft, die Schleimhäute feucht zu halten und den Druckausgleich zu unterstützen.
- Kaugummi kauen oder Bonbons lutschen: Das fördert das Schlucken und kann den Druckausgleich in den Ohren unterstützen.
- Nasenspray: Bei verstopfter Nase kann Nasenspray den Druckausgleich erleichtern.
- Vermeiden von stark blähenden Speisen vor dem Flug: Dies kann Bauchschmerzen reduzieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Druckabfall beim Fliegen zwar spürbar sein kann, aber in den meisten Fällen keine ernsthaften gesundheitlichen Risiken birgt. Durch einige Vorsichtsmaßnahmen und die Kenntnis der möglichen Beschwerden kann der Flugreisekomfort deutlich gesteigert werden. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollte jedoch immer ein Arzt konsultiert werden.
#Flugangst#Flugdruck#ReiseunwohlKommentar zur Antwort:
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