Was begünstigt Extrasystolen?
Herzrasen und unregelmäßiger Herzschlag können durch diverse Einflüsse entstehen. Neben elektrolytischen Ungleichgewichten wie Kalium- oder Magnesiummangel spielen Lebensgewohnheiten eine Rolle: Stress, Schlafdefizit und der Konsum von Nikotin, Alkohol und Koffein begünstigen Extraschläge. Eine gesunde Lebensführung kann präventiv wirken.
Extrasystolen: Wenn das Herz aus dem Takt gerät – Ursachen und begünstigende Faktoren
Herzrasen, ein pochender Schlag im Brustkorb, gefolgt von einer kurzen Pause – Extrasystolen, auch bekannt als Extraschläge, sind ein häufiges Phänomen, das viele Menschen zumindest gelegentlich erleben. Während einzelne Extraschläge meist harmlos sind, können häufige oder stark ausgeprägte Extrasystolen auf eine zugrunde liegende Erkrankung hinweisen und sollten ärztlich abgeklärt werden. Doch was begünstigt eigentlich diese unregelmäßigen Herzschläge?
Die Ursachen für Extrasystolen sind vielfältig und reichen von harmlosen Auslösern bis hin zu ernsthaften Herzerkrankungen. Ein zentraler Aspekt ist die elektrische Erregungsleitung des Herzens. Extraschläge entstehen, wenn außerhalb des natürlichen Erregungsleiters, des Sinusknotens, elektrische Impulse gebildet werden, die zu einer vorzeitigen Kontraktion des Herzens führen. Diese „unerwünschten“ Impulse können von verschiedenen Faktoren ausgelöst oder zumindest begünstigt werden:
Elektrolytstörungen: Ein Ungleichgewicht der Elektrolyte, insbesondere von Kalium und Magnesium, spielt eine entscheidende Rolle. Ein Mangel an Kalium oder Magnesium kann die Erregbarkeit des Herzmuskels erhöhen und somit die Entstehung von Extrasystolen fördern. Dies kann beispielsweise durch unausgewogene Ernährung, Durchfall oder Erbrechen verursacht werden.
Lebensgewohnheiten und Umweltfaktoren: Unsere Lebensweise hat einen signifikanten Einfluss auf die Häufigkeit von Extrasystolen. Hierbei sind vor allem folgende Faktoren relevant:
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Stress: Anhaltender oder extremer Stress belastet das Herz-Kreislauf-System und kann die Entstehung von Extrasystolen begünstigen. Der Stresshormonspiegel beeinflusst die elektrische Aktivität des Herzens.
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Schlafdefizit: Chronischer Schlafmangel führt zu einer erhöhten Stressbelastung und kann die Herzfrequenz sowie die Wahrscheinlichkeit von Extrasystolen steigern.
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Nikotin, Alkohol und Koffein: Diese Substanzen wirken stimulierend auf das Herz und können die elektrische Aktivität des Herzens destabilisieren, was die Entstehung von Extrasystolen begünstigt. Ein übermäßiger Konsum erhöht das Risiko deutlich.
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Medikamente: Bestimmte Medikamente, wie z.B. einige Asthma-Medikamente oder abschwellende Nasensprays, können als Nebenwirkung Extrasystolen hervorrufen. Auch bestimmte Antidepressiva können das Risiko erhöhen.
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Körperliche Belastung: Intensive körperliche Anstrengung kann bei prädisponierten Personen Extrasystolen auslösen. Dies ist jedoch meist harmlos und reguliert sich nach Beendigung der Belastung wieder.
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Herzerkrankungen: In manchen Fällen sind Extrasystolen ein Symptom für eine zugrunde liegende Herzerkrankung, wie z.B. eine koronare Herzkrankheit, Herzmuskelschwäche oder Herzklappenfehler.
Prävention: Eine gesunde Lebensführung ist entscheidend, um das Risiko von Extrasystolen zu minimieren. Dazu gehören:
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Stressreduktion: Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder autogenes Training können helfen, den Stresslevel zu senken.
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Ausreichend Schlaf: 7-8 Stunden Schlaf pro Nacht sind wichtig für die Regeneration des Körpers und des Herzens.
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Ausgewogene Ernährung: Eine gesunde Ernährung mit ausreichender Zufuhr an Kalium und Magnesium trägt zur Stabilität des Herzrhythmus bei.
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Verzicht auf Nikotin, Alkohol und übermäßigen Koffeinkonsum: Der Verzicht auf diese Substanzen minimiert das Risiko für Herzrhythmusstörungen.
Wichtig: Bei häufigen, stark ausgeprägten oder beunruhigenden Extrasystolen ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen. Nur ein Arzt kann die Ursache der Extrasystolen feststellen und die entsprechende Therapie einleiten. Selbsthilfemaßnahmen sind wichtig, ersetzen aber niemals eine professionelle medizinische Diagnose und Behandlung.
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