Wie wirkt Chlor auf Wunden?

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Chlor in Wunden ist kontraproduktiv. Es reizt das sensible Wundmilieu, was den Heilungsprozess verlangsamen kann. Zudem begünstigt aufgeweichte Haut durch Feuchtigkeit das Eindringen von Bakterien, die andernfalls abgewehrt würden. Dies kann zu tieferliegenden Entzündungen führen, die die Genesung zusätzlich behindern.

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Wie wirkt Chlor auf Wunden?

Chlor ist ein weit verbreitetes Desinfektionsmittel, das häufig zur Reinigung von Wunden verwendet wird. Es hat jedoch auch negative Auswirkungen auf den Heilungsprozess.

Reizung der Wunde

Chlor reizt das empfindliche Wundmilieu. Diese Reizung kann Schmerzen, Rötungen und Schwellungen verursachen und den Heilungsprozess verlangsamen.

Aufweichung der Haut

Chlor weicht die Haut auf, was das Eindringen von Bakterien erleichtert. Die Haut bildet normalerweise eine Barriere gegen Bakterien, aber die durch Chlor aufgeweichte Haut kann diese Barriere nicht mehr effektiv aufrechterhalten.

Tiefer liegende Entzündungen

Das Eindringen von Bakterien kann zu tiefer liegenden Entzündungen führen. Diese Entzündungen können den Heilungsprozess weiter beeinträchtigen und Komplikationen wie Abszesse und Nekrosen verursachen.

Alternativen zu Chlor

Es gibt mehrere sichere und wirksame Alternativen zu Chlor für die Wundreinigung, darunter:

  • Physiologische Kochsalzlösung
  • Wasserstoffperoxid
  • Jodophor

Diese Alternativen sind weniger reizend und beeinträchtigen den Heilungsprozess nicht.

Fazit

Chlor ist ein kontraproduktives Mittel zur Wundreinigung. Es reizt die Wunde, weicht die Haut auf und begünstigt das Eindringen von Bakterien. Diese negativen Auswirkungen können den Heilungsprozess verlangsamen und Komplikationen verursachen. Stattdessen sollten sichere und wirksame Alternativen wie physiologische Kochsalzlösung oder Wasserstoffperoxid verwendet werden.