Warum sollte man am Morgen kein Leitungswasser Trinken?

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Morgendlicher Leitungswasserkonsum birgt Risiken. Über Nacht können sich in veralteten Rohrleitungen Schadstoffe wie Nickel oder Blei lösen und im Wasser anreichern. Diese Kontamination kann gesundheitsschädlich sein und sollte durch den Konsum von beispielsweise gefiltertem Wasser vermieden werden. Frisches, sauberes Wasser ist ratsam.

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Morgendlicher Schluck aus dem Hahn: Warum Sie lieber darauf verzichten sollten

Der Morgen ist die wichtigste Zeit, um den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen und den Stoffwechsel anzukurbeln. Für viele ist der erste Griff nach dem Aufstehen der zum Wasserhahn, um sich ein Glas frisches Leitungswasser zu genehmigen. Doch ist das wirklich die beste Wahl? Experten raten aus guten Gründen davon ab, morgens direkt Leitungswasser zu trinken.

Das Problem: Stagnationswasser und veraltete Rohrleitungen

Das Problem liegt im sogenannten Stagnationswasser. Über Nacht, wenn das Wasser in den Rohren steht, hat es Zeit, mit dem Material der Leitungen zu interagieren. Besonders in älteren Gebäuden, in denen noch veraltete Rohre aus Blei oder mit Nickel beschichtete Armaturen verbaut sind, kann das Wasser Schadstoffe aufnehmen.

  • Blei: Blei ist ein hochgiftiges Schwermetall, das sich im Körper anreichern und langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen kann, insbesondere bei Kindern und Schwangeren. Es kann neurologische Schäden verursachen und die Entwicklung beeinträchtigen.
  • Nickel: Nickel kann allergische Reaktionen auslösen und bei empfindlichen Personen zu Hautausschlägen oder Magen-Darm-Beschwerden führen.
  • Andere Stoffe: Neben Blei und Nickel können auch andere Metalle, organische Verbindungen, Rostpartikel oder Bakterien aus den Rohren ins Wasser gelangen.

Warum ist der Morgen besonders kritisch?

Am Morgen ist die Konzentration dieser Schadstoffe im Stagnationswasser am höchsten. Das Wasser, das über Nacht in den Rohren gestanden hat, hat die längste Zeit gehabt, sich mit Schadstoffen anzureichern. Wenn man dieses Wasser direkt trinkt, nimmt man eine höhere Dosis dieser potenziell schädlichen Substanzen auf.

Die Lösung: Das Wasser ablaufen lassen und Alternativen nutzen

Um dieses Risiko zu minimieren, sollte man das Wasser vor dem Trinken immer kurz ablaufen lassen. Experten empfehlen, so lange zu warten, bis das Wasser spürbar kälter wird. Dadurch wird das Stagnationswasser ausgespült und durch frisches, sauberes Wasser aus der Hauptleitung ersetzt.

Noch besser: Gesunde Alternativen

Für einen optimalen Start in den Tag bieten sich auch andere Alternativen zum morgendlichen Leitungswasser an:

  • Gefiltertes Wasser: Ein Wasserfilter, der am Wasserhahn angebracht oder als Kanne verwendet wird, entfernt viele Schadstoffe und verbessert den Geschmack des Wassers.
  • Abgefülltes Mineralwasser: Mineralwasser aus der Flasche ist eine sichere und bequeme Möglichkeit, sauberes Wasser zu trinken. Achten Sie auf eine ausgewogene Mineralisierung und bevorzugen Sie Glasflaschen, um die Umwelt zu schonen.
  • Abgekochtes Wasser: Das Abkochen von Leitungswasser tötet Bakterien ab und reduziert einige Schadstoffe. Dies ist besonders in Regionen mit schlechter Wasserqualität ratsam.
  • Kräutertees oder Zitronenwasser: Ein Glas warmes Wasser mit Zitrone oder ein milder Kräutertee sind eine gesunde und belebende Alternative zum morgendlichen Leitungswasser.

Fazit: Sicherheit geht vor!

Auch wenn das Leitungswasser in Deutschland grundsätzlich von guter Qualität ist, birgt der morgendliche Konsum direkt aus dem Hahn Risiken. Durch einfaches Ablaufenlassen des Wassers oder durch die Verwendung von Alternativen kann man diese Risiken minimieren und sicherstellen, dass man den Tag mit gesundem und sauberem Wasser beginnt. Investieren Sie in Ihre Gesundheit – Ihr Körper wird es Ihnen danken!