Soll man mit 39 Grad Fieber ins Krankenhaus?
Hohes Fieber über 39°C bedarf Aufmerksamkeit. Ein rascher Anstieg oder eine Dauer von mehr als zwei Tagen sollten ärztlich abgeklärt werden. Bei Temperaturen über 40°C, begleitet von Bewusstseinsstörungen oder Krämpfen, ist unverzügliche medizinische Hilfe ratsam. Ignorieren Sie solche Alarmsignale nicht, um Komplikationen vorzubeugen.
39 Grad Fieber: Wann der Gang ins Krankenhaus notwendig ist
Hohes Fieber, insbesondere über 39°C, ist ein ernstzunehmendes Symptom, das auf eine Vielzahl von Erkrankungen hindeuten kann. Ob ein Krankenhausbesuch bei 39 Grad Fieber notwendig ist, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Es ist entscheidend, das Gesamtbild zu betrachten und nicht nur die Temperatur isoliert zu bewerten.
Wann Sie unbedingt einen Arzt oder das Krankenhaus aufsuchen sollten:
- Dauer des Fiebers: Hält das Fieber über 39°C trotz fiebersenkender Maßnahmen (wie Paracetamol oder Ibuprofen) länger als zwei Tage an, ist eine ärztliche Untersuchung unerlässlich. Die Ursache muss identifiziert und behandelt werden.
- Schneller Anstieg des Fiebers: Ein rascher Anstieg der Körpertemperatur innerhalb kurzer Zeit kann auf eine schwere Infektion hinweisen und erfordert ebenfalls ärztliche Hilfe.
- Zusätzliche Symptome: Fieber allein ist oft nur ein Symptom einer Grunderkrankung. Begleitsymptome sind entscheidend für die Beurteilung der Situation. Besonders kritisch sind:
- Bewusstseinsstörungen: Verwirrtheit, Desorientierung oder Benommenheit.
- Krämpfe: Fieberkrämpfe, insbesondere bei Kindern, sind ein Notfall.
- Atemnot: Schwierigkeiten beim Atmen, Kurzatmigkeit.
- Schwere Kopfschmerzen: Intensiver, pulsierender Kopfschmerz, der auf eine Meningitis hindeuten kann.
- Starke Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden: Können auf eine schwere Halsinfektion hinweisen.
- Erbrechen und Durchfall: Dehydrierung durch Erbrechen und Durchfall kann besonders bei Kindern gefährlich werden.
- Hautausschlag: Ein Hautausschlag kann auf eine Infektionskrankheit wie Masern oder Meningokokken hinweisen.
- Starke Schmerzen: Unverträglich starke Schmerzen, die durch einfache Schmerzmittel nicht gelindert werden können.
- Vorerkrankungen: Besonders bei Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Immunschwäche oder Diabetes ist erhöhte Vorsicht geboten.
- Fieber über 40°C: Eine Temperatur über 40°C stellt einen medizinischen Notfall dar und erfordert die sofortige Kontaktaufnahme mit dem Notarzt oder dem Krankenhaus.
Wann Sie zunächst abwarten können (aber die Situation weiterhin beobachten):
- Leichtes Fieber unter 39°C: Ein leichtes Fieber, das nur für kurze Zeit anhält und mit milden Symptomen wie Kopf- oder Gliederschmerzen einhergeht, kann oft zu Hause behandelt werden. Wichtig ist jedoch die Einnahme von ausreichend Flüssigkeit und Ruhe.
- Bekannte Ursache: Wenn Sie wissen, dass das Fieber beispielsweise auf eine bekannte, harmlose Infektion wie eine leichte Erkältung zurückzuführen ist und die Symptome sich bessern, ist ein sofortiger Arztbesuch eventuell nicht zwingend erforderlich.
Fazit:
Ob ein Krankenhausbesuch bei 39 Grad Fieber notwendig ist, hängt von den individuellen Umständen ab. Zögern Sie nicht, bei Unsicherheit einen Arzt zu konsultieren oder den Notarzt zu rufen, wenn schwere Symptome auftreten. Die frühzeitige Diagnose und Behandlung einer Grunderkrankung kann schwerwiegende Komplikationen verhindern. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl – besser einmal zu viel als einmal zu wenig zum Arzt gehen.
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